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PETER SEMPEL

 

 

 

 

DANDY

FILM TRAILER

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BLIXA BARGELD&NICK CAVE

RAINER WERNER FASSBINDER

 

 

 

Einer der eine Liebe im Bauch hat

 

„Abhängigkeit macht Menschen unglücklich und wenn man ihnen das bewusst macht, dann arbeitet man halt sozial.“ 

 

 

† 10. Juni1982"Denn der Liebende Rainer Werner Fassbinder konnte unerbittlich sein, wenn er spürte, dass eine Liebe zuende gekommen war. Es haben manche unter ihm bis zum Selbstmord gelitten, und dass er andere leiden liess, hat auch ihn leiden lassen. Nicht alle haben sich diesem Teufelskreis so entziehen können wie Hanna Schygulla, deren strikte Persönlichkeit für ihn schon deshalb unantastbar war, weil er sie als Star nicht verlieren wollte. Ich würde niemals sagen, dass wir miteinander befreundet waren, der Filmemacher und der um fünfzehn Jahre ältere Journalist. Der Abstand zwischen uns aber war nicht der Abstand der Jahre, sondern der eines gegenseitigen Respekts, der jeden in dessen eigener Sphäre anerkannte. Wenn ich ihn anrief, war immer ein anderer am Apparat, weil er entweder auf dem Set war oder endlich mal wieder schlief, manchmal auch 36 Stunden am Stück, weil er 72 Stunden am Stück gearbeitet hatte. Aber dann rief er jedes Mal zurück. Er rannte um sein Leben, weil er dessen Ziel erfüllen wollte, und er rannte sich zu Tode. Ich habe unzählige Gespräche mit ihm geführt, und die meisten waren offiziell: Interviews fürs Radio oder Fernsehen. Nur einmal hab ich in seiner Münchner Küche bei ihm gesessen, und neben ihm auf der Eckbank stapelten sich schon die Drehbücher für BERLIN ALEXANDERPLATZ. Es war kurz vor Weihnachten, und Fassbinder kochte Kaffee zu dem Christstollen, den angeblich die Mama für ihn gebacken hatte. Dieselbe Mutter, die in etwa zwanzig seiner Filme als Lieselotte Eder oder Lilo Pempeit mitspielt. Er konnte sie gelegentlich als seine beste Freundin bezeichnen, was nicht vergessen lassen kann, wie zornig er in seiner Episode von DEUTSCHLAND IM HERBST mit ihr streitet, wenn sie sagt, dass alle Terroristen sofort erschossen werden müssten. Als man ihn einmal fragte - war es Hans Günther Pflaum, war es Peter Buchka? -, wie er sich seinen Lebensabend vorstelle, sagte Fassbinder: Ich rechne mit keinem."            Peter W. Jansen 

 

 

 

 

 

JONAS MEKAS

 

 

"Zuerst muss ich sagen, dass ich kein sehr nachdenklicher Mensch bin. Die Leute denken zu viel. Und sie nehmen sich zu ernst. Ich lebe ohne Plan. Mein grösste Entdeckung war zu verstehen, dass ich nichts tun muss: Alles, was ich tun muss, ist zuzulassen, dass die Dinge passieren können ... ihnen nicht im Weg stehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich andere Filmemacher oder Künstler beeinflusst habe. Meine Aufgabe war die einer Hebamme, die zerbrechlichen, neugeborenen Wesen hilft, die ersten Schritte in dieser Welt zu überleben. Mein Aufgabe war die eines Beschützers, der hilflose Neugeborene vor den Angriffen des Establishments schützt. Sich selbst ernst zu nehmen, sei es in der Kunst oder im Leben, ist unsinnig. Kunst oder Leben ohne Humor ist nicht lebenswert."

Quelle: Revolver. Zeitschrift für Film, Heft 12, 2005

 

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FILMMAGAZIN

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Revolver ist eine Zeitschrift für Film. Sie paßt in jede Tasche und kann überall gelesen werden. Sie versammelt Gedanken, Ansichten und Träume filmschaffender und filmschauender Leute. Sie will direkt, präzise und ehrlich über den Film der Zukunft sprechen. Revolver versteht sich als Meinungsforum. Gefragt ist die Meinung der Leser. Die Herausgeber, selbst Filmemacher, wollen mit ihrer Auswahl Diskussionen anregen, dokumentieren und ergänzen.


home: www.revolver-film.de

 

"Anfang der 80er Jahre haben wir uns aufgemacht, unabhängige Filme zu produzieren. Das Fernsehen sagte: "Nein, also sowas können wir nicht senden!". Die Kopierwerke sagten: "Solche Filme können wir nicht kopieren. Da drehen ja unsere Angestellten durch!". Die Vertriebe sagten: "Nein, sowas können wir nicht vertreiben, um Gottes Willen!" Wir haben einmal kurz den gestreckten Mittelfinger erhoben und dann alles selbst in die Hand genommen: Equipment angeschafft, Kopierwerk aufgebaut, Vertrieb eingerichtet. Das erste Projekt war "So war das SO36", das zweite Projekt "Nekromantik". Der Rest ist Geschichte. Selbst wir können nicht mehr mit Sicherheit sagen, wieviele Ausgaben (VHS oder DVD) in wievielen Ländern von "Nekromantik" erschienen sind. Und dann kamen all die anderen Produktionen. Und inzwischen haben das "alle immer gewußt!". Unseren Dank an dieser Stelle an alle, die uns damals wirklich unterstützt haben. Alle weiteren J&B-Produktionen sind auf der Basis unseres eigenen, kostengünstigen Kopier-, Schnitt- und Konfektionierungsdienstes entstanden. Ca. 1990 kamen wir auf die Idee, andere Filmemacher zu unterstützen. Das Ergebnis kann man unter "Sex, Gewalt und Gute Laune" und unter "Independent Filme" anschauen."

http://jb.derknecht.net/